D E L H I , E I N T A N Z
von Iwan Wyrypajew
Premiere am 03.05.2012 Schauspiel Hannover
Eingeladen zum Kaltstart-Festival Hamburg 2013












"Sehr schön."
Kritik "Delhi, ein Tanz" Hannoversche Allgemeine Zeitung

"Ein raffiniertes Bühnenkleinod"
Kritik "Delhi, ein Tanz" Neue Presse Hannover





Der neue Text "Delhi, ein Tanz" des russischen Nachwuchstalentes Iwan Wyrypajew ist ein tragikomischer Totentanz: Sieben Einakter beschreiben die schicksalhafte Verflechtung von sechs Menschen in der klinischen und anonymen Atmosphäre des Besucherzimmers eines Krankenhauses. Dort treffen die Tänzerin Ekaterina, ihre krebskranke Mutter, eine alternde Tanzkritikerin, Ekaterinas Liebhaber Andrej und dessen Frau Olga in wechselnden Konstellationen aufeinander. Jeder Akt ist gekennzeichnet durch den Tod einer dieser Personen und die Trauer der Hinterlassenen. Die Protagonistin dieses Reigens scheint zunächst die junge Tänzerin zu sein, ständig jedoch verschiebt sich der Fokus in eine andere Richtung. Es gelingt nicht, aus den Schicksalsfäden der Figuren eine geradlinige Geschichte zu spinnen, man verheddert sich, jeder Akt ist ein eigenes Drama, eine eigene Variation und stellt jeweils ein neues Ende in Aussicht.

Die einzige Verbindung, die alle Figuren vereint und miteinander versöhnt, ist der mysteriöse Tanz »Delhi«, den Ekaterina einst wie eine Eingebung empfing, inspiriert durch ein Erlebnis im Armenviertel Delhis. Dieser Tanz, der allen Schmerz der Welt in sich vereint, veränderte für jeden, der Ekaterina hat tanzen sehen, etwas in dessen Leben. »Delhi, ein Tanz« ist zugleich der rote Faden durch die sieben Miniaturen und ein raffiniertes Sprachgeflecht, bei dem der Text selbst zu einem Tanz wird – voller Rhythmus und Poesie, magisch, tiefgründig aber ebenso tragikomisch und boulevardesk.
Karten

mit: Beatrice Frey, Rebecca Klingenberg, Julia Schmalbrock, Sebastian Kaufmane

Regie: Jakob Weiss, Bühne: Andrea Wagner, Kostüm: Maria Anderski, Musik: Martin Vischer © Fotos: Katrin Ribbe

DELHI, EIN TANZ 2012 Trailer from Jakob Weiss on Vimeo.