I N D E R S C H W E B E
von Maya Arad Yasur

Deutsche Erstaufführung 19.10.2018 Deutsches Theater Göttingen
Termine

"Schleuning und Ahrendt spielen dieses Zwei-Personenstück mit großer Eindringlichkeit, überzeugend lassen sie ihre Figuren schwanken zwischen Wut, Unsicherheit, Verzweiflung, Trauer und einem Rest Hoffnung. Weiss Inszenierung ist dicht und präzise. 80 intensive Minuten, die den Theaterbesuch lohnen." Göttinger Tageblatt

Interview Kulturbüro Göttingen





Zwei Männer hängen an der Glaswand eines Hochhauses in einer westlichen Stadt. Die zwei haben eine gemeinsame Vergangenheit, eine Geschichte, die sie einst vereint und dann auseinandergetrieben hat. Mit Blick auf die gut angezogenen Geschäftsleute auf der anderen Seite des Glases, einer Welt, die sie zwar sehen, der sie aber nicht angehören können, treffen sich die Flüchtlinge Isaac und Benjamin scheinbar zufällig in schwindelerregender Höhe, um Fenster zu putzen. Sie haben sich darauf geeinigt, nicht über die Geschehnisse in ihrer Heimat zu reden, die sie aufgrund des Krieges verlassen mussten. Doch das Gespräch entwickelt sich in eine Richtung, die schnell deutlich macht, dass dieses Treffen auf Höhe des 13. Stocks kein Zufall, sondern ein lang gehegter Plan sein muss. Und so müssen sich die Männer in dieser lebensbedrohlichen Situation mit den Dämonen des Krieges, den Verletzungen der Flucht und den Fragen nach Schuld auseinandersetzten. »In der Schwebe« ist ein politischer Thriller, der das Publikum mit vergangenen Traumata und unsicherer Zukunft konfrontiert. Das Stück spielt mit unserem Urteilsvermögen, macht unserer schwarz-weißen Gewissheit einen Strich durch die Rechnung und entblößt unerwartete Wendungen, die uns zwingen, unsere Auffassung von Gut und Böse zu revidieren.

mit: Marius Ahrendt und Gregor Schleuning, Regie + Bühne: Jakob Weiss, Kostüm: Elena Gaus, Dramaturgie: Verena von Waldow (C) Fotos: Isabel Winarsch



Mark
C Y R A N O 
nach Edmond Rostand
in einer Bearbeitung von Jo Roets und Greet Vissers
Premiere: 14.09.2018 Württembergische Landesbühne Esslingen
TERMINE

"Und obwohl man zunächst staunend vor dem schrillen Bühnentraum im Gold, Pink und Weiß steht, hatte Regisseur Jakob Weiss doch genau den richtigen Riecher mit seiner anfangs barock-exaltierten, dann immer stiller, immer echter werdenden Inszenierung."
Kritik Esslinger Zeitung




Kaum jemand kann die Liebe in schönere Worte fassen als Cyrano. Doch der junge Mann ist nicht nur ein feinfühliger Dichter, sondern auch ein äußerst begabter Fechtkünstler, der jedes Duell mit links gewinnt. Bloß einen Gegner kann er weder mit dem Degen noch mit seiner scharfen Zunge besiegen: seine eigene Nase. Riesengroß sitzt sie in seinem Gesicht und nimmt ihm jede Hoffnung auf das Liebesglück mit seiner angebeteten Roxane. Denn die hat nur Augen für Christian, der außergewöhnlich attraktiv, aber sprachlich unbeholfen und alles andere als geistreich ist. Um Roxane vor einer herben Enttäuschung zu bewahren, beschließt Cyrano Christian seine Worte zu leihen und ihm als „Ghostwriter“ unter die Arme zu greifen: Im Namen des schönen Kadetten verfasst er zarte Liebesgedichte. Und sein Plan zeigt Wirkung: Roxane verliert durch die schöne Poesie ihr Herz an Christian. So schreibt Cyrano verdeckt weiter, selbst als er mit Christian in den Krieg ziehen muss. Mit jedem Brief verliebt sich Roxane mehr. Als der Krieg vorbei ist und nur einer der beiden Männer zurückkehrt, werden die Karten neu gemischt. Ob die Wahrheit um den Verfasser der Briefe ans Licht kommen wird?
Was empfinden wir als "schön"? Worin verlieben wir uns? Und wie wandelbar ist unsere Vorstellung von Schönheit und Liebe letztlich? Mit seinem Versdrama "Cyrano de Bergerac" schuf Edmond Rostand eine zeitlose Geschichte über das Verliebtsein.

REGIE + BÜHNE: Jakob Weiss KOSTÜME: Elena Gaus DRAMATURGIE: Stephanie Serles
mit: Timo Beyerling, Alessandra Bosch, Daniel Großkämper




Mark
J U G E N D O H N E G O T T 
von Ödön von Horváth
in einer Bühnenfassung von Jakob Weiss
Premiere 27.04.2018 Staatstheater Karlsruhe
Termine

"unbedingt sehenswert” Kritik Badische Neueste Nachrichten


Die Schüler sind bereits faschistisch gesinnt – da verleugnet auch ihr junger Lehrer seine humanistischen Ideale. Er wird erneut mit der unreflektierten Ideologie des diktatorischen Systems konfrontiert, als im Osterlager brodelnde Konflikte außer Kontrolle geraten und sogar ein Mord begangen wird. 1937 geschrieben und in einem holländischen Exil-Verlag erschienen, wurde Horváths Roman ein großer Erfolg und sehr schnell in viele Sprachen übersetzt. In Deutschland landete das Buch im Januar 1938 wegen „pazifistischer Tendenzen“ auf der „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“. Horváth entspinnt eine packende Kriminalgeschichte und zeichnet gleichzeitig ein starkes und erschütterndes Bild seiner Zeit. Er schildert die Kälte und Verlogenheit der faschistischen Gesellschaft, in der eine verlorene Jugend ohne Freiheit und ohne Ideale heranwächst. Die Fragen des Lehrers nach Verantwortung, Moral und der Notwendigkeit eigenen Handelns stellen sich heute wieder dringender.

REGIE & BÜHNE Jakob Weiss KOSTÜME Elena Gaus DRAMATURGIE  Otto A. Thoß
mit: Sascha Tuxhorn Swana Rode Dario Neumann  Constantin Petry
CHOR: Simon Klug, Johannes Köhler, Karly Kadyrov, Manuel Mutke, Elias Kettnaker, Phillip Endtricht, Björn Grimm, Maximilian Zschiesche, Drilon Azemi





INTERVISIONS #1
präsentiert von MISCHPULK
Lichthof Theater Hamburg
Premiere 01.12.2017



















MIT: MISCHPULK (Lisa Rykena, Philipp van der Heijden, Konstantin Bessonov, Iris Minich, Anne Schneider und Kaja Jakstat) und Raphaela Andrade Cordova, Jakob Weiss, Günther Reznicek sowie einem Beitrag von Helen Schröder

INTERVISIONS ist Spontanität und Unmittelbarkeit.INTERVISIONS ist multiperspektivisch und nie fertig.Und das schönste: INTERVISIONS kommt immer wieder. Eine theatral-installative Reihe - kontrovers, aktuell und exklusiv! 

Was ist das für eine Gesellschaft, in der wir leben? Wer sind wir und wo gehen wir hin? In welchen literarischen Bildern fühlen wir uns zuhause? Welche Themen treiben uns um und an? Und welche die Gesellschaft um uns herum? In jeder Folge INTERVISIONS wird das Gesellschaftsbild einer Autorin oder eines Autors Ausgangspunkt einer kreativen Reise, auf die sich das Kollektiv MISCHPULK und eingeladene Künstler*innen begeben, um die Gegenwart zu beleuchten. Worum es genau geht, bleibt bis zum Abend selbst ein Geheimnis. Aber immer Themen, die uns bewegen, bilden die Grundlage für die Auseinandersetzung einer spartenübergreifenden, ästhetischen Erkundung des Hier und Jetzt. Es entsteht ein facettenreicher Parcours künstlerischer Perspektiven auf die Herausforderungen unserer Zeit.  

Gefördert durch die Behörde für Kultur und Medien Hamburg, die Hamburgische Kulturstiftung und die Rudolf Augstein Stiftung.

(c) Fotos:  Swanhild Kruckelmann
D I E K U R Z H O S E N G A N G 
U N D  D A S  T O T E M  V O N O K K E R V I L L E
von Zoran Drvenkar
in einer Bühnenfassung von Jakob Weiss
Premiere 16.09.2017 Württembergische Landesbühne Esslingen
Termine

"temporeich und witzig" Kritik Esslinger Zeitung








Die kanadische Kleinstadt Okkerville droht den Bach runterzugehen. Seit das Totem aus der Stadt verschwunden ist, jagt ein Unglück das nächste und nichts ist mehr wie vorher. Um Okkerville zu retten, muss das Totem schleunigst gefunden und wieder an seinen Platz zurückgestellt werden. Fieberhaft begeben sich die Jungs der Kurzhosengang Rudolpho, Snickers, Island und Zement auf die Suche. Doch auch die mit ihnen auf den Tod verfeindete PauliGang ist hinter dem Totem her und so beginnt ein actiongeladenes Wettrennen quer durch Kanada. Mit dabei: Ein Samba Bus, eine Mumie und jede Menge Abenteuer. Schon bald stoßen die Freunde auf sonderbare Gestalten, alte Geheimnisse und unerwartete Verwicklungen. Welche Rolle spielt die unheimliche alte Laroux? Was haben ein Donnervogel und indianische Bräuche mit all dem zu tun? Und kann Okkerville schließlich gerettet werden?
Antworten darauf liefert die Fortsetzung der Erfolgsproduktion „Die Kurzhosengang“. Zoran Drvenkars Roman erzählt eine berührende und zugleich urkomische Geschichte über Toleranz, Zusammenhalt und wahre Freundschaft, die auch ernste Themen wie Tod, Angst und Scheitern nicht ausspart.

mit: Timo Beyerling, Daniel Elias Böhm, Daniel Großkämper, Tobias Strobel
Regie + Bühne: Jakob Weiss, Kostüme: Elena Gaus, Dramaturgie. Stephanie Serles