J U G E N D O H N E G O T T 
von Ödön von Horváth
in einer Bühnenfassung von Jakob Weiss
Premiere 27.04.2018 Staatstheater Karlsruhe
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"unbedingt sehenswert” Kritik Badische Neueste Nachrichten


Die Schüler sind bereits faschistisch gesinnt – da verleugnet auch ihr junger Lehrer seine humanistischen Ideale. Er wird erneut mit der unreflektierten Ideologie des diktatorischen Systems konfrontiert, als im Osterlager brodelnde Konflikte außer Kontrolle geraten und sogar ein Mord begangen wird. 1937 geschrieben und in einem holländischen Exil-Verlag erschienen, wurde Horváths Roman ein großer Erfolg und sehr schnell in viele Sprachen übersetzt. In Deutschland landete das Buch im Januar 1938 wegen „pazifistischer Tendenzen“ auf der „Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums“. Horváth entspinnt eine packende Kriminalgeschichte und zeichnet gleichzeitig ein starkes und erschütterndes Bild seiner Zeit. Er schildert die Kälte und Verlogenheit der faschistischen Gesellschaft, in der eine verlorene Jugend ohne Freiheit und ohne Ideale heranwächst. Die Fragen des Lehrers nach Verantwortung, Moral und der Notwendigkeit eigenen Handelns stellen sich heute wieder dringender.

REGIE & BÜHNE Jakob Weiss KOSTÜME Elena Gaus DRAMATURGIE  Otto A. Thoß
mit: Sascha Tuxhorn Swana Rode Dario Neumann  Constantin Petry
CHOR: Simon Klug, Johannes Köhler, Karly Kadyrov, Manuel Mutke, Elias Kettnaker, Phillip Endtricht, Björn Grimm, Maximilian Zschiesche, Drilon Azemi